Jahresrückblick Wasserstand

Der Groß Glienicker See ist im Jahr 2022 um weitere 28,1 cm gesunken!

Der Wasserstand am 01.01.2022: 125,1 cm [m+NHN]. Das bedeutet 125,1 cm über dem definierten Nullpunkt der Messstelle.

Der Wasserstand am 31.12.2022:   97,0 cm [m+NHN]. Das bedeutet 97,0 cm über dem definierten Nullpunkt der Messtelle.

Im südlichen Bereich des Groß Glienicker Sees, dort wo das Ufer flach abfällt, ist der See an manchen Stellen in dem genannten Zeitraum z.B. um 7,20 Meter zurückgegangen. Das Wasser ist dort großflächig nur noch knöcheltief, die Röhrichte liegen trocken.

Die Laichplätze für Amphibien und Fische sind verloren, die Unterwasserwiesen zerstört und die Röhrichte können ihre Reinigungsfunktion für den See nicht mehr ausüben. Die Wildschweine erobern das neugewonnen Terretorium für sich und wühlen alles um.

Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V. (BiPGGSee e.V.) | www.pro-gross-glienicker-see.info | 14089 Berlin – Kladow

Comments

  1. Klaus Koller says:

    versuche mitzuhelfen die Wasserstände wieder zu verbessern, d.h. anzuheben um die alten früheren Wasserstände wieder zu erreichen.

    • prosee-info says:

      Sehr geehrter Herr Koller, prima, wir freuen uns über jedes Engagement für den Erhalt des Groß Glienicker Sees. Gerne nehme ich Sie in unseren Info-Verteiler auf.
      Mit freundlichen Grüßen
      A. Wagner

  2. Thomas Schneider says:

    Sehr geehrte Damen und HErren,

    es gibt doch ein Gesetz, daß da heißt: Es darf nur soviel Wasser aus dem Grundwasser entnommen werde, bis der Grundwasserspiegel fällt.
    Daran muß sich doch auch der Senat halten.

    Anderswo ; Stadtgebiet Berlin steigt der Wasserspiegel des Grundwassers an.
    Wie weit ist man mit der Wasseraufforstung aus der Havel gediehen?
    Ich bitte um kurze Antwort.
    Danke IHr Thomas Schneider

    • prosee-info says:

      Sehr geehrter Herr Schneider, das haben Sie richtig erkannt. Das Gebot heißt: „Es darf nicht mehr Grundwasser entnommen werden, als durch Versickerung neu gebildet wird. Gegebenenfalls müssen Ersatzmaßnahmen erfolgen. Gewässer etc. dürfen keinen Schaden nehmen!“
      Aber es ist eben nur ein Gebot und kein Verbot. Deshalb ist es ja unser erklärtes Ziel, via Direkteinleitung über das Wasserwerk Kladow gereinigtes (Winter)Havelwasser in den Groß Glienicker See überzuleiten, um den Seenspiegel sowie das Grundwasser wieder anzuheben und langfristig zu stabilisieren und so die Trinkwasserversorgung für die Zukunft zu sichern, bevor das Havelwasser ungenutzt Richtung Nordsee fließt. Dafür kämpfen wir!
      Diese Überleitung wird seit Jahrzehnten an den Grunewaldseen erfolgreich praktiziert. Über den Schlachtensee wird dort gereinigtes Havelwasser zur Stabilisierung der Seenkette und zur Anreicherung des Grundwassers übergeleitet. Die Schlachtensee ist sehr klar und voll! Diese Maßnahme ist ein Ausgleich für die Grundwasserentnahmen durch die Berliner Wasserbetriebe im Umfeld der Seen, andernfalls gäbe es die Grunewaldseen schon lange nicht mehr.

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