Prüfberichte: Badestelle Nord „Pferdekoppel“ und Badestelle Süd „Moorloch“.
Aktuelle Meldung: Laut Messung vom 21.07.2026 gibt es keine Warnhinweise, die Ampel steht auf GRÜN. Der See ist es auch.
Meldung: Die Badeampel steht wieder auf GRÜN. (Messung vom 1.07.2026.) Allerdings: Vermehrte Blaualgen vorhanden. Die gemessenen Blaualgentoxine liegen weit unter dem UBA-Leitwert. Zudem wird das Baden und Schwimmen durch ein ausgeprägtes Wachstum von Wasserpflanzen erschwert.
Meldung 1.07.2026: Heute wurde die aktuelle Messergebnisse eingestellt. „Durch den Überstau in der Trennkanalisation besteht nach den Starkregenfällen am letzten Wochenende die Gefahr einer kurzzeitigen mikrobiellen Verschmutzung. Weitere Untersuchungen finden statt. Die gemessenen Blaualgentoxine lagen unter der Bestimmungsgrenze. Dennoch trüben Blaualgen das Wasser und schränken die Sichttiefe ein. Zudem wird das Baden und Schwimmen durch ein ausgeprägtes Wachstum von Wasserpflanzen (keine Blaualgen) erschwert.
Meldung 29.06.2026: „Wegen Starkregenfällen am Wochenende besteht die Gefahr einer kurzzeitigen mikrobiellen Verschmutzung“. Die Badeampel steht auf GELB. Die Messwerte zur Belastung, Algen, Sichttiefe etc. sind allerdings noch vom Stand 11.06.2026 und nicht aktualisiert. Der Messintervall ist 14-tägig. Wir wissen also immer noch nicht was los ist mit unserem See. Wir haben das zuständige Landesamt für Gesundheit (Lageso) angeschrieben und nachgefragt.
Meldung 27.06.2026: Das Gesundheitsamt Spandau warnt mit einer Presseerklärung vor dem Baden wg, möglicher Blaualgen!
Meldung 4.09.2025: Wegen erhöhter Werte für E.Coli-Bakterien an der
Badestelle Groß Glienicker See Nord hat das Landesamt für Gesundheit
und Soziales (Lageso) eine Badewarnung herausgegeben. «Für Badegäste besteht ein erhöhtes Risiko, da die Krankheitserreger beim Verschlucken von Wasser gesundheitsgefährdend sind»
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Algen/Blaualgenaufwuchs/Trübung und Geruch Juni 2025
Seit einiger Zeit weist der Groß Glienicker See eine ungewohnte Trübung und Grünfärbung auf, so wie auch schon im Herbst des letzten Jahres (2024) zu beobachten war. Die Sichttiefe beträgt nur noch einen Meter.
Kann man wirklich noch bedenkenlos schwimmen gehen? Wir wollten es genau wissen und haben – so wie auch andere Interessierte – bei den zuständigen Behörden nachgefragt.
Berlin veröffentlicht regelmäßig den Bericht zur Wasserqualität der beiden EU-Badestellen „Pferdekoppel“ im Norden und „Moorloch“ im Süden. Prüfbericht vom 4.06.2025: Dort wird die Wasserqualität noch mit „grün“ gekennzeichnet. In den einzelnen Grafiken werden die gemessenen Werte dargestellt. Für die „Cyanobakterien Chl a“ ist ein Wert von 67µg/l angegeben. Laut Grafik ist damit der als orangene Linie eingezeichnete Leitwert überschritten. Unter Punkt 2. steht, dass dies Anlass zur Durchführung weitgehend
Was bedeutet das für die Badenden?
Folgende Fragen haben wir der SenMVKU und dem LAGeSo per E-Mail im Juni 2025 gestellt:
- Werden diese weitgehenderen Untersuchungen außerhalb des üblichen Turnus durchgeführt?
- Werden diese Ergebnisse veröffentlicht?
- Und müsste der Groß Glienicker See jetzt nicht als „orange“ gekennzeichnet sein?
- Für die Toxinkonzentration haben wir keine Messwerte gefunden, oder ist dieser Wert identisch mit dem der Cyanobakterien?
- Welche Werte zeigt der Groß Glienicker See sonst ggf. auf?
- Und wo liegt dann ggf. der Grenz- bzw. Leitwert?
Wir hoffen auf eine baldige Antwort.
Bereits mitgeteilt wurde:
Im Rahmen eines Monitorings gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie untersuchen wir den Groß Glienicker See jährlich hinsichtlich seiner wichtigsten limnologischen Parameter und einem im Bewirtschaftungszeitraum alle Biokomponenten (Wasserpflanzen, Fische, Wirbellose Fauna; Phytoplankton mindestens alle 2 Jahre). Der Wasserstand wird kontinuierlich gemessen.
Der See stellt sich derzeit wie folgt dar:
Die Phosphorkonzentrationen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Daher konnte sich Phytoplankton ab Ende Mai besser entwickeln. Derzeit ist eine Blüte von Cyanobakterien im See zu beobachten: Aphanizomenon flos-aquae. Sie ist in der Lage den Luftstickstoff für ihr Wachstum zu nutzen. Ihre mikroskopisch dünnen Fäden lagern sich zu makroskopisch sichtbaren kleinen Nadeln zusammen, die wiederum Flocken bilden und mit dem Wind am Ufer aufrahmen. Es ist keine „Algenmassenentwicklung“ und der See hat auch noch keine besorgniserregenden Sauerstoffdefizite. Wir erkunden die Ursache der Nährstofferhöhung (eventuell aus dem Sediment?) und informieren sie darüber. (SenMVKU, E-Mail vom 11.06.2025)
-> neue E-Mail* vom 13.06.2025 siehe unten
Aus Potsdam kam folgende Einschätzung:
Bisher ist das „Algen“-Wachstum im Groß Glienicker See mit den häufigen Sonnentagen seit Ende April zu erklären. Bei Unsicherheit der Entscheidung zur Nutzung des Wassers, z. B. durch Baden oder Hundespielen, sollte von Cyanobakterien ausgegangen werden und alle Empfehlungen sollen beachtet werden. Die Empfehlungen erhält man über Informationsmaterialien des Gesundheitsamtes oder des Umwelt-Bundesamtes. Die jetzige Annahme eines ökologischen „Umkippens“ des Sees ist nicht vertretbar. Eine Untersuchung (derzeit geplant für den 24.06.) wird nicht vorgezogen, aber Anlassbezogen zusätzlich durchgeführt. Da wird heute (04.06.) alles dafür geklärt. Ernste Sorgen sind derzeit unnötig. Sollten weitere Nachfragen eingehen, verweisen wir hiermit an das Gesundheitsamt Potsdam, z. B. per 0331-2892371. (E-Mail vom 04.06.2025)
Am 6.06.2025 wurde von der Landeshauptstadt Potsdam die Pressemitteilung Nr. 251 vom 06.06.2025 Badesaison 2025 – Was Badende beachten sollten herausgegeben.
Die Entscheidung liegt also bei Ihnen!
Wir bleiben dran.
* E-Mail vom 13.06.2025 des LAGeSo mit folgender Mitteilung:
Sehr geehrte Frau Wagner, vielen Dank für Ihre Mail. Uns ist die aktuelle Situation am Groß Glienicker See bekannt. Wir stehen dazu mit den anderen Behörden im Austausch. Grundsätzlich steht der Gesundheitsschutz der Badenden im Fokus und wir veranlassen anlassbezogen entsprechende Maßnahmen, um dies zu gewährleisten. Im letzten Jahr hat das Umweltbundesamt eine aktualisierte „Empfehlung zum Schutz von Badenden vor Cyanobakterien und Cyanobakterientoxinen“ herausgegeben. Darin werden sowohl die Leitwerte, als auch die empfohlenen Vorgehensweisen in Bezug auf Warnungen beschrieben. Da unsere Webseite derzeit noch im Umbau ist, konnten wir bislang noch nicht alle Informationen auf unserer Website aktualisieren. Innerhalb des Badegewässerüberwachungsprogramms finden Untersuchungen regelmäßig in einem zweiwöchigen Turnus statt. Dazu werden Proben entnommen und Vor-Ort-Parameter bestimmt. Diese Vor-Ort-Parameter umfassen unter anderem Sondenmessungen, mit denen die Chlorophyll a Konzentrationen des Phytoplankton und der Cyanobakterien bestimmt werden. Anhand dieser Werte lässt sich schnell abschätzen, ob eine Massenentwicklung von Cyanobakterien vorliegt und damit ein höheres Potential zur Toxinbildung besteht. Da nicht alle Cyanobakterien und nicht zu jeder Zeit Toxine produzieren, werden zur Risikobewertung ab einem Schwellenwert für Cyanobakterien-Chlorophyll-a von 24 µg/l weitere direkte Untersuchungen auf Algentoxine durchgeführt. Die an den Badestellen vom Groß Glienicker See ermittelten Toxinkonzentrationen liegen zum Teil unter der Bestimmungsgrenze und allesamt weit unter den UBA Leitwerten (24 µg/l für Microcystin; 6 µg/l für Cylindrospermopsin). Aufgrund der Summe der uns vorliegenden Informationen und da trotz gestiegener Blaualgenzelldichte bislang keine signifikant erhöhte Toxinkonzentration nachweisbar ist, wird derzeit das Risiko für die Gesundheit von Badenden als gering eingestuft. Da die Toxine bislang auf Basis der oben beschriebenen Prüfkaskade nur anlassbezogen und nicht routinemäßig bestimmt werden, findet derzeit keine Veröffentlichung der Toxinwerte statt. Sie fließen aber stets in die Bewertung und in mögliche Warnhinweise oder weiterführende Informationen, welche man auf den Detailseiten der Badestellen findet, ein. Zusammenfassend bleibt das LAGeSo bei seiner bisherigen Bewertung einer grünen Badeampel „Zum Baden geeignet“ für den Groß Glienicker See.
Potsdam und Berlin sind also unterschiedlicher Meinung?!
Mittlerweile ist der See wieder aufgeklart. Eine leicht gelblich-bräunliche Einfärbung ist jedoch geblieben sowie ein ungewohnter „Belag“ auf dem Seegrund, auch stellenweise am Ufer. Seine alte Form hat er noch nicht zurück, hoffen wir das Beste!
Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V. (BiPGGSee e.V.) | www.pro-gross-glienicker-see.info | 14089 Berlin – Kladow

herzlichen Dank, dass Sie nachgehakt haben. wir wohnen auch in Kladow und gehen regelmäßig mit den Kindern auch zum Glienicker See. ihre Beobachtungen teilen wir auch, die Wasserqualität wirkt ebenfalls subjektiv sehr eingeschränkt. welche Parameter bei den Prüfungen wirklich aussagekräftig wären, wäre gut zu wissen und vor allem, ob dies regelmäßig von den zuständigen Behörden überprüft wird. sie haben geschrieben, sie bleiben dran, das ist schön, wenn Sie ein Verteiler haben nehmen Sie uns bitte auf Punkt man könnte auch daran denken, einen eigenen wasserprüfingenieur einmalig zumindest zu beauftragen, damit man einen Ausgangspunkt hat mit dem man weiter mit der Behörde in Kommunikation treten kann. freundliche Grüße und nochmals danke für Ihre Initiative, Vogelsang
Hallo Herr Vogelsang, wir werden das Thema Wasserqualität ganz sicher weiter verfolgen! Auch im Rahmen der Taskforce „Rettet den Groß Glienicker See“, der wir angehören, wird das Thema bearbeitet.
Die Badewasserqualität wird während der Badesaison regelmäßig durch das LAGeSo geprüft. In diesem Rahmen werden aber nicht alle Parameter geprüft, die für eine allgemeine gute Wasserqualität sprechen. Hierzu gibt es auch schon Berichte in der Presse. Auch bewertet Potsdam scheinbar anders als Berlin.
Weitere Anfragen zur Wasserqualität laufen bereits. Möglichkeiten zur eigenen Überprüfung der Wasserqualität prüfen wir gerade. Sobald wir Neues erfahren wird das auf unserer Homepage nachzulesen sein. Einen Info-Verteiler haben wir nicht, aber einen Verteiler für See-Interessierte Kladower und Kladowerinnen über den wir zu gezielten (See)-Aktionen informieren, dort nehme ich Sie gerne auf.
Jedenfalls vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Engagement für den Groß Glienicker See! Und immer gerne nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Anjuschka Wagner
Der See ist in einem schlimmen Zustand, riesige Algenteppiche auf dem See und in den Uferbereichen. Man sieht die eigenen Füße nicht mehr wenn man ins Wasser geht, der komplette See ist grün gefärbt. Es gibt im ganzen See nicht eine Stelle mehr mit klarem Wasser. Das Algenwachstum geht unvermehrt weiter, der See ist kurz vor dem Umkippen, bzw. ist schon umgekippt. Wer das nicht sieht muss Blind sein. Gehe seit 40 Jahren hier her zum Baden, so eine Situation gab es noch nie. Früher haben die Badegäste die Algen die an das Ufer gespült wurden selbst heraus geholt. Mittlerweile sind die Algenteppiche so massiv und dicht, davon wird sich der See alleine niemals erholen. Seit Jahren wird über sinkende Wasserstände diskutiert, scheinbar bekommt von den zuständigen Ämtern niemand mit, wie dramatisch es mittlerweile um den See steht.
Sehr geehrter Herr Manke,
Sie sprechen uns aus dem Herzen! Viele Kladower gehen schon nicht mehr im See baden. Das Wasser sieht gruselig aus! Auch wir machen uns große Sorgen, stehen dem Problem aber ziemlich hilflos gegenüber.
Das Bezirksamt hat bereits einen Hinweis zum vermehrten Blaualgenwachstum herausgegeben. Die 14-tägige Messung der Badewasserqualität ist erfolgt, die neuen Ergebnisse sollen Anfang der Woche veröffentlicht werden. Die letzte Probeentnahme war am 11.06.26! Wir sind gespannt.
Wir haben schon letztes Jahr die Senatsverwaltung wegen des massiven Algenaufwuchs angeschrieben und 2024 auch. Die ernüchternden Antworten dazu finden Sie in unserem Beitrag „Wasserqualität Groß Glienicker See – alles okay?“
Außer vielleicht einer Warnung wird nicht viel passieren.
Wir sehen den massiv gesunkenen Wasserstand für die Verschlechterung verantwortlich. Mit weniger Wasser konzentrieren sich die Schadstoffe erheblich, das Wasser heizt sich in den immer größer werden Flachwasserbereichen extrem auf, Algenwachstum wird gefördert. Das Schilf (Röhricht) kann seine Reinigungsfunktion nicht mehr ausüben, da es dazu min. 80 cm im Wasser stehen muss. Usw…Das Ergebnis sehen und riechen wir.
Deshalb ist es so wichtig, dass so schnell wie möglich wieder Wasser in den See kommt! Darauf konzentriert sich unser ganzes Engagement. Wir geben nicht auf.
Mit freundlichen Grüßen
Anjuschka Wagner